16. Oktober

Das schweizerisch-amerikanische Trio „Mein einziger Freund” reißt die Zuhörer:innen mit Synthesizer, Schlagzeug und Saxophon aus dem Vertrauten und katapultiert sie in ein elektroakustisches Universum ...

Das schweizerisch-amerikanische Trio „Mein einziger Freund” reißt die Zuhörer:innen mit Synthesizer, Schlagzeug und Saxophon aus dem Vertrauten und katapultiert sie in ein elektroakustisches Universum voller Schönheit. Die Musiker Gerry Hemingway, Michael Jaeger und Vincent Membrez präsentieren dabei ihr gefeiertes Album „Zoomorphisms”. Im Oktober 2025 geht Mein einziger Freund auf Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

© Gerry Hemingway
Mein einziger Freund sind Gerry Hemingway (dr), Michael Jaeger (ts) und Vincent Membrez (synth)

Der Frankfurter Verleger KD Wolff ist einer der bedeutendsten Verleger Nachkriegsdeutschlands. Mit dem Stroemfeld/Roter Stern Verlag in Frankfurt und Basel gab er stilbildende, historisch-kritische ...

Der Frankfurter Verleger KD Wolff ist einer der bedeutendsten Verleger Nachkriegsdeutschlands. Mit dem Stroemfeld/Roter Stern Verlag in Frankfurt und Basel gab er stilbildende, historisch-kritische Editionen von Hölderlin, Kafka, aber auch Gottfried Keller heraus. Unter redaktioneller Begleitung des Schweizer Journalisten Dietegen Müller ist ein fesselnder Streifzug durch das außergewöhnliche Leben KD Wolffs entstanden, dem als radikaler Studentenführer über 38 Strafverfahren auferlegt wurden, der aber später Brücken auch ins Bürgertum schlug und einen Ehrendoktor der Universität Basel trägt.

Dietegen Müller und KD Wolff

Die Schweizer Journalistin Karin Steinbach Tarnutzer, die viele Reportagen für die Zeitschrift GEO verfasst hat, stellt in der Sektion Berlin des Deutschen Alpenvereins ihr Buch „Schauplatz Alpen“ vor. ...

Die Schweizer Journalistin Karin Steinbach Tarnutzer, die viele Reportagen für die Zeitschrift GEO verfasst hat, stellt in der Sektion Berlin des Deutschen Alpenvereins ihr Buch „Schauplatz Alpen“ vor. In diesem hat sie ihre interessantesten Reportagen aus den Schweizer Bergen zusammengestellt und mit passenden Wandervorschlägen aus den jeweiligen Gegenden kombiniert. Bei den Reportagen geht es um ungewöhnliche Aspekte aus dem Alpenraum, die weder den Tourismus noch den Bergsport betreffen.

Am Donnerstag den 16. Oktober 2025 wird Karin Steinbach Tarnutzer die folgenden drei Reportagen mit eindrucksvollen Bildern und interessanten Geschichten sowie mit gelesenen Auszügen aus ihrem Buch vorstellen: „Achterbahn ins Wallis“ - eine Reportage über den Gemmipass als eine der ältesten Alpenüberquerungen der Schweiz, „Wenn die Wildi ruft“ – über die Tradition des Wildheuens und „Kalte Zeugen der Vergangenheit“- die Eishöhlen im Zinal Gletscher.

© Karin Steinbach Tarnutzer
Schauplatz Alpen

Joachim B. Schmidt liest aus seinem neuen Roman «Ósmann».

Der hohe Norden Islands um die Jahrhundertwende. Dort setzt Jón Magnússon Ósmann mit seiner Seilfähre Menschen, Tiere und Waren über die Gewässer ...

Joachim B. Schmidt liest aus seinem neuen Roman «Ósmann».

Der hohe Norden Islands um die Jahrhundertwende. Dort setzt Jón Magnússon Ósmann mit seiner Seilfähre Menschen, Tiere und Waren über die Gewässer des Skagafjords. Er ist ein Fischer und Robbenjäger, er sieht Geister und Elfen, er ist ein Menschenfreund, der Bedürftige verpflegt und beherbergt, und er ist ein gottesfürchtiger Trinker und Poet. Überlebensgross, kräftig, gesellig und dabei versehrt vom eigenen Schicksal, sodass ihn die Fluten zu locken beginnen, die er über vierzig Jahre lang befahren hat. Eine lebenspralle und beinahe unglaubliche Geschichte nach einem wahren Leben.

© Diogenes Verlag
Buchcover Ósmann

Der Name ist Programm: Dub Spencer & Trance Hill katapultieren handgespielten Dub in galaktische Sphären. Die vier Musiker jagen Bässe durch Delay-Universen, zünden Orgel- und Gitarrenblitze und entfesseln ...

Der Name ist Programm: Dub Spencer & Trance Hill katapultieren handgespielten Dub in galaktische Sphären. Die vier Musiker jagen Bässe durch Delay-Universen, zünden Orgel- und Gitarrenblitze und entfesseln auf der Bühne eine Klangwelt, die hypnotisiert und mitreisst. Instrumentale, elektronische Musik - live!

Drummer Julian Dillier liefert Beats mit der Präzision eines Schweizer Chronometers, während Bassist Masi Stalder vibrierende Tiefdruckwellen darunterlegt. Keyboard- und Effektvirtuose Philipp Greter schraubt Echo- Spiralen in den Raum, die jedes Hirn verknoten, und Michael Bucher feuert Gitarrenriffs wie Laser-bahnen über die Menge. An den Reglern verdichtet Sound-Alchemist Umberto Echo das Geschehen zu einem 360°-Mix, der aus allen Richtungen trifft.

Im Herbst erschien das neue Album «Synchronos», begleitet von einer ausgedehnten Clubtour durch Mitteleuropa. Handy aus, Hirn frei – der Bass übernimmt.

Pro Helvetia
© Foto: Joerg Brandt
Dub Spencer & Trance Hill

16.10.2025, Do., 19:30 Uhr
Andrea Fazioli. Verschwunden im Tessin. (Kampa)
Autorenlesung in der Reihe: Literatur der Nachbarn.

Im Panorama der einsamen, wandernden Helden des italienischen Kriminalromans ...

16.10.2025, Do., 19:30 Uhr
Andrea Fazioli. Verschwunden im Tessin. (Kampa)
Autorenlesung in der Reihe: Literatur der Nachbarn.

Im Panorama der einsamen, wandernden Helden des italienischen Kriminalromans erzählt der Autor die Geschichte der trauernden Sonia Rocchi. Ihr Ehemann Enzo erlag plötzlich seinem vernachlässigten Herzleiden. Auf der Suche nach dem Trost der Berge fährt Sonia mit ihrer Tochter Natalia in die gemeinsame Tessiner Ferienwohnung. Dort, im verschlafenen Dorf Corvesco, führt der ehemalige Privatdetektiv Elia Contini neuerdings ein gemächliches Leben als Lokalreporter, denn er hat seinen früheren Abenteuern als Ermittler den Rücken gekehrt...

© © Andrea Fazioli
Andrea Fazioli

Programm:

W.A. Mozart: Die Zauberflöte – Ouvertüre

Avner Dorman: «In Flux»
Concerto for percussion trio and orchestra
Solisten: TrioColores

J. Brahms: Sinfonie Nr.1

Dirigent: David Bruchez-Lalli

Als Solisten ...

Programm:

W.A. Mozart: Die Zauberflöte – Ouvertüre

Avner Dorman: «In Flux»
Concerto for percussion trio and orchestra
Solisten: TrioColores

J. Brahms: Sinfonie Nr.1

Dirigent: David Bruchez-Lalli

Als Solisten tritt das mehrfach ausgezeichnete Schweizer Perkussionstrio TrioColores auf.

Das JSOZ ist eine Eliteformation der Musikschule Konservatorium Zürich (MKZ) – der grössten Musikschule und des grössten Konservatoriums Europas mit rund 670 Lehrpersonen und 26'000 Schüler*innen.

© derkonzertfotograf

Das innovative Jazz-Festival im Osten Deutschlands erkundet in diesem Jahr unter dem Titel »Mapping Music« die Topographien unterschiedlichster Klanglandschaften. Präsentiert werden internationale Stars ...

Das innovative Jazz-Festival im Osten Deutschlands erkundet in diesem Jahr unter dem Titel »Mapping Music« die Topographien unterschiedlichster Klanglandschaften. Präsentiert werden internationale Stars genauso wie spannende Neuentdeckungen der nächsten Generation.
Mit Dave Holland, Pino Palladino & Blake Mills, Patricia Brennan, SHABAKA & Nduduzo Makhathini, Agua Dulce, Jelena Kuljić, GANNA feat. Laura Robles, Immanuel Wilkins Quartet, Aly Keïta und vielen weiteren Acts.
Tickets erhältlich.
www. leipziger-jazztage.de

© Stefan Ibrahim, Bureau.FM

Landschaften sind ständigen Veränderungen unterworfen, die sich in Zeiten des Klimawandels besonders rasant und zerstörerisch gestalten. Können Landschaften schön und zugleich gefährdet sein? Die ...

Landschaften sind ständigen Veränderungen unterworfen, die sich in Zeiten des Klimawandels besonders rasant und zerstörerisch gestalten. Können Landschaften schön und zugleich gefährdet sein? Die Ausstellung fragt nach der Ambivalenz von Trauer und Trost, von schönen und verletzten Landschaften, und nach unserem gespaltenen Verhältnis zur Umwelt. Historische Landschaftsgemälde des 18. bis frühen 20. Jahrhunderts aus der Sammlung Giersch bilden den Ausgangspunkt, bereichert durch universitäre Forschungsperspektiven. Die historischen Malereien treten darüber hinaus in Kontakt mit zeitgenössischen künstlerischen Positionen.

Pro Helvetia

Mit Werken von Sultan Çoban, Samuel Haitz, Seda Mimaroğlu & Raluca Popa und Federico Protto

Unsere Bewegungen von Ort zu Ort, über Sprachbarrieren und Staatsgrenzen hinweg, schreiben sich in die Objekte, ...

Mit Werken von Sultan Çoban, Samuel Haitz, Seda Mimaroğlu & Raluca Popa und Federico Protto

Unsere Bewegungen von Ort zu Ort, über Sprachbarrieren und Staatsgrenzen hinweg, schreiben sich in die Objekte, Geschichten, Akzente und Freundschaften ein, die uns dabei begleiten – ebenso wie in jene, die wir zurücklassen. Die Gruppenausstellung EN/COUNTERS versammelt künstlerische Arbeiten, die solche transkulturellen Verbindungen und Verwerfungen nachzeichnen und vielschichtige Formen von Zugehörigkeit erproben.

EN/COUNTERS wird kuratiert von Lisa Deml und Marie-Sophie Dorsch

© Courtesy of the artist
Sultan Çoban, videostill, from and then I left with and without a trace (bi xatirê te), 2025

Wie stellt sich Landschaft heute dar? Wie gestaltet sich unser Verhältnis zu ihr? Wie gehen Bildende Künstler*innen mit Transformationsprozessen um, die Landschaft in den vergangenen Jahrzehnten ...

Wie stellt sich Landschaft heute dar? Wie gestaltet sich unser Verhältnis zu ihr? Wie gehen Bildende Künstler*innen mit Transformationsprozessen um, die Landschaft in den vergangenen Jahrzehnten durchlaufen hat und zu ihren aktuellen Erscheinungsformen geführt hat? Was kann an der zeitgenössischen Landschaft abgelesen werden? Dies sind Fragen, welche „Sprich, alte Haube, wo fehlt’s?” aufgreifen möchte. Zeitgenössische Künstler*innen betrachten es aus ökologischer, gesellschaftlicher, kolonialer, kurativer oder spiritueller Perspektive.

Mit Arbeiten u.a. von Sarah Burger und Reto Pulfer

Pro Helvetia

Abstrakte & Konkrete Bildhauerei der Darmstädter Sezession

Vera Röhms Skulpturen lenken die Aufmerksamkeit auf die Phänomene von Raum und Zeit, Licht und Schatten. Das Wechselspiel zwischen freier Natur ...

Abstrakte & Konkrete Bildhauerei der Darmstädter Sezession

Vera Röhms Skulpturen lenken die Aufmerksamkeit auf die Phänomene von Raum und Zeit, Licht und Schatten. Das Wechselspiel zwischen freier Natur und strenger Konstruktion tritt besonders bei jenen Werken vor Augen, die Vera Röhm seit 1972 „Binome“ nennt. Die Skulptur „Doppelbinom 18°“ realisierte sie 2022. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Paris und Darmstadt. Seit 1968 bildhauerische Arbeiten mit Metall, Stein, Holz, Plexiglas, fotografische Werke und Installationen.

© Fotografie Wolfgang Lukowski © Vera Röhm / VG Bild-Kunst, Bonn 2025
Vera Röhm, Doppelbinom 18°, 2002/2022 Cortenstahl, Plexiglas, 400 x 54,7 x 12,8 cm, Sockel (Stein)

Seit einigen Jahrzehnten verwandelt Nicole Hassler recyclierte Kosmetikprodukte, die als inhärent weiblich kategorisiert werden, in Kunst. Dabei vertritt sie weder eine feministische Postition noch das ...

Seit einigen Jahrzehnten verwandelt Nicole Hassler recyclierte Kosmetikprodukte, die als inhärent weiblich kategorisiert werden, in Kunst. Dabei vertritt sie weder eine feministische Postition noch das Gegenteil davon, noch gibt sie ein Werturteil über diese kommerziellen Produkte ab. Man könnte sagen, dass sie eine Haltung gegen Verschwendung vertritt. Ihr geht es jedoch vor allem um diese Materialien als Maltechnik zu verwenden und als Malerin zu handeln, indem sie über grundlegende Aspekte der Malerei nachdenkt.
Françoise Ninghetto (Auszug Katalogtext)

© Foto Nicole Hassler
"Andrea, Weil am Rhein"

Vom 14. September bis zum 26. Oktober 2025 zeigen die Künstler_innen Julie Batteux, Yaël Kempf, David Reiber Otálora und Simon Wienk-Borgert im Neuen Aachener Kunstverein aktuelle Werke, die während ...

Vom 14. September bis zum 26. Oktober 2025 zeigen die Künstler_innen Julie Batteux, Yaël Kempf, David Reiber Otálora und Simon Wienk-Borgert im Neuen Aachener Kunstverein aktuelle Werke, die während ihrer einjährigen Stipendienzeit (2024/2025) in der Residence NRW+ in Münster entstanden sind. Kuratiert wird die Ausstellung von Lara Bader und Marlene Kurz, die von April bis September 2025 Kuratorinnen des Programms sind. Der Ausstellungstitel "Layers in Complexity" ist eine Einladung der beiden Kuratorinnen, die ausgestellten Arbeiten unter dem Begriff "Layer" [dt. Schicht] zu entdecken.

Eröffnung am Samstag, den 13. September 2025, um 19 Uhr.

Pro Helvetia
© Marius Schillak
Plakat zur Ausstellung "Layers in Complexity", Neuer Aachener Kunstverein

Stadtmuseum Düsseldorf. Mit über 240 Arbeiten von mehr als 120 Fotografinnen, darunter Myriam Thyes, bietet diese Ausstellung erstmals einen Überblick über die Vielfalt der Kunst der Fotografinnen in ...

Stadtmuseum Düsseldorf. Mit über 240 Arbeiten von mehr als 120 Fotografinnen, darunter Myriam Thyes, bietet diese Ausstellung erstmals einen Überblick über die Vielfalt der Kunst der Fotografinnen in Düsseldorf. 

Dazu zählen auch Filme und Videos. Sie verweisen auf die Entwicklung technischer visueller Medien in der Kunst, in der die Düsseldorfer Kunstakademie eine weltweit verbindende Rolle spielte. 

© Stadtmuseum Düsseldorf
Perspektivwechsel: Fotografinnen in Düsseldorf

A solo show of Pierre le Riche’s vivid, evocative, and intimate textile works, continuing his deeply personal exploration of queer identities and belonging. His latest tapestries investigate how our ...

A solo show of Pierre le Riche’s vivid, evocative, and intimate textile works, continuing his deeply personal exploration of queer identities and belonging. His latest tapestries investigate how our bodies interact with each other and, in particular, how queer bodies interact with the world.

Please join us on Thursday, September 11, from 18:00 to 21:00, to celebrate the opening of the show. The exhibition runs through November 1, 2025.

© Copyright Pierre le Riche

Rebecca Forster: Skulpturen | Malerei
Lapis: Hochwertiger Modeschmuck
Simone Fontana Kahlenberg: Wundervolle Sommermäntel aus Leinen, Einzelstücke

Rebecca Forster war zuletzt präsent vom 27. - 30. März ...

Rebecca Forster: Skulpturen | Malerei
Lapis: Hochwertiger Modeschmuck
Simone Fontana Kahlenberg: Wundervolle Sommermäntel aus Leinen, Einzelstücke

Rebecca Forster war zuletzt präsent vom 27. - 30. März 2025 bei der ARTdeSUISSE in Zug. Lapis und Simone Fontana Kahlenberg

Unsere Galerie "Kunst_halt | Galerie & More" in Berlin-Kladow bietet Kunstschaffenden sowie Sammlerinnen und Sammlerin ein kreatives Umfeld. Die Galerie kann mehr, sie ist auch ein Ort für Ihre Seminare und für Kunstkurse.

Das Gelbe Haus

Eine Ausstellung zur Geschichte der Narretei am Bodensee vom 18. bis 20. Jahrhundert

Fasching, Fasnacht oder Karneval? Innerhalb der südwestdeutschen Fasnacht haben die Traditionen in der Dreiländerregion ...

Eine Ausstellung zur Geschichte der Narretei am Bodensee vom 18. bis 20. Jahrhundert

Fasching, Fasnacht oder Karneval? Innerhalb der südwestdeutschen Fasnacht haben die Traditionen in der Dreiländerregion Bodensee ein starkes Eigenleben: Die Fasnacht hier ist historisch ein bunter Cocktail aus Habsburger Fasching, bürgerlich-liberaler Saalfasnacht und einer kräftigen Portion karnevalistischem Rheinland. Bis zur Revolution von 1848/49 begeistert sich das freiheitsgestimmte Bürgertum an satirischen Narrenspielen. Beeinflusst vom wiederaufblühenden Kölner Karneval wird nach 1860 «Prinz Karneval» zur Leitfigur. In deutschen und Schweizer Städten und Dörfern rund um den Bodensee werden prächtige Umzüge organisiert und rauschende Bälle gefeiert. Frauen dürfen zwar mitmachen, aber nur als Zierde männlicher Selbstdarstellung. Im Deutschen Kaiserreich schlagen die kolonialbegeisterten Narren erstmals auch rassistische Töne an. Heute wird die Frage kontrovers diskutiert, ob «Indianer», «Chinesen» und Kostüme fremder Kulturen an Fasnacht und Karneval noch statthaft sind.

Während des Nationalsozialismus erweisen sich die deutschen Humoristen als erstaunlich anpassungsfähig: Terror und Verfolgung herrschen, doch die Narretei produziert unbeirrt gute Laune. Derweil spotten Schweizer Narren zuweilen mutig über die braunen Herrscher. Wenig überraschend, knüpfen Narrengesellschaften nach dem Ende von Diktatur, Krieg und Holocaust nahtlos an ihre Traditionen vor 1939 an. Seit den 1950er Jahren erzielt vor allem die Bühnenfasnacht sensationelle Erfolge: Stars wie Karl Steuer und Helmut Faßnacht berühren die Menschen und machen die Narretei am Bodensee durch Radio- und Fernsehübertragungen weithin bekannt.

© Rosgartenmuseum Konstanz
Groppenfasnacht Ermatingen

Das Projekt von Florence Jung markiert das 30-jährige Jubiläum der 1995 gegründeten Halle für Kunst Lüneburg e.V. und den Auftakt des Jahresprogramms unter der neuen künstlerischen Leitung von Lisa Deml ...

Das Projekt von Florence Jung markiert das 30-jährige Jubiläum der 1995 gegründeten Halle für Kunst Lüneburg e.V. und den Auftakt des Jahresprogramms unter der neuen künstlerischen Leitung von Lisa Deml und Marie-Sophie Dorsch. Vor diesem Hintergrund nähert sich Jung dem Kunstverein wie einem Organismus, der unweigerlich in einem Prozess des Alterns begriffen und dessen 30. Lebensjahr von verschiedenen Umbrüchen gekennzeichnet ist. Für den spezifischen Kontext der Halle für Kunst Lüneburg e.V. entwickelt sie drei Szenarien, die unterschiedliche Zeitlichkeiten und Sichtbarkeiten verhandeln.

Das Projekt von Florence Jung findet über zwölf Monate hinweg parallel zum Ausstellungsprogramm statt. Ein Szenario ist dauerhaft im Innenhof sichtbar, die anderen Szenarien sind zu den regulären Öffnungszeiten der Ausstellungen zugänglich.

© Gestaltung: current matters
bis 15.03.2026
Halle für Kunst Lüneburg e.V. Reichenbachstr. 2 21335 Lüneburg

Die einzigartige Sammlung des Von der Heydt-Museums mit ihren ausgeprägten Schwerpunkten im 19. Jahrhundert und in der Klassischen Moderne wird im Zuge der Neuausrichtung des Hauses nach vielen Jahren ...

Die einzigartige Sammlung des Von der Heydt-Museums mit ihren ausgeprägten Schwerpunkten im 19. Jahrhundert und in der Klassischen Moderne wird im Zuge der Neuausrichtung des Hauses nach vielen Jahren erstmals wieder in einer dauerhaften Ausstellung und in neuer Gestalt präsentiert. Ab 24. März 2024 werden in einer neu konzipierten Sammlungspräsentation ausgewählte Gemälde und Skulpturen vereint, ausgehend vom 17. Jahrhundert bis in die 1960er Jahre – viele davon ausgesprochene Lieblinge des Publikums, darunter auch Werke von Ferdinand Hodler.

© Von der Heydt-Museum Wuppertal
Ferdinand Hodler, Der Holzfäller, 1908/1910, Von der Heydt-Museum Wuppertal