Das römische Weltreich bricht zusammen, doch das scheint Kaiser Romulus kaum zu interessieren. Trotz des rasanten Vordringens der germanischen Truppen unter dem Feldherrn Odokar hat er die Ruhe weg und ...
Das römische Weltreich bricht zusammen, doch das scheint Kaiser Romulus kaum zu interessieren. Trotz des rasanten Vordringens der germanischen Truppen unter dem Feldherrn Odokar hat er die Ruhe weg und beabsichtigt keinesfalls, sein Frühstück von schlechten Nachrichten stören zu lassen. Viel wichtiger ist ihm, dass seine Hühner, die allesamt die Namen grosser römischer Kaiser oder Philosophen tragen, gut Eier legen. Denn der Zucht des Federviehs gehört seine ganze Leidenschaft. Seit Romulus vor 20 Jahren die Herrschaft über das weströmische Reich übernommen hat, kümmert er sich nur noch um die gackernden Vögel. Sein Palast ist so heruntergekommen wie das ganze Land.
Friedrich Dürrenmatts Komödie spielt vom Morgen des 15. März bis zum Morgen des 16. März 476 und stellt Bezüge zum Untergang des Römischen Reiches im 5. Jahrhundert nach Christus her. Allerdings hat er sich nur sehr lose an die Historie angelehnt und diese für ein amüsantes und zugleich analytisch scharfes Denkmodell über den Zusammenbruch hochentwickelter Zivilisationen benutzt, die an ihrer Sattheit und Überheblichkeit, mit der sie die ganze Welt beglücken, zugrunde gehen. Zur Entstehungszeit 1949 lagen die Anspielungen auf Nationalismus und Krieg nahe. Bis 1980 hat Dürrenmatt diesen zeitlos aktuellen Text regelmässig überarbeitet. Das Setting und die Figuren in «Romulus der Grosse» sind von absurder Komik. Gleichzeitig blitzt eine grotesk-scharfsinnige Analyse politischer und gesellschaftlicher Zusammenhänge aus dieser Geschichte um den «kaiserlichen Hühnerzüchter» und als «Narren verkleideten Weltrichter», wie Dürrenmatt ihn selbst nennt, hervor. Ein typischer Dürrenmatt eben!
Martin O. ist Schweizer Stimm-Magier, fabelhafter Geschichtenerzähler und interaktiver Musik-Comedian: Bodenständig, feinsinnig, hintersinnig, urkomisch und immer nah am Publikum.
Mit seinem originalen ...
Martin O. ist Schweizer Stimm-Magier, fabelhafter Geschichtenerzähler und interaktiver Musik-Comedian: Bodenständig, feinsinnig, hintersinnig, urkomisch und immer nah am Publikum.
Mit seinem originalen Loopgerät multipliziert er sich zu einem atemberaubenden Stimmen-Orchester und Klangkosmos. Heiter, frech und so präzise wie ein Schweizer Uhrwerk! Seine Ideen sprudeln noch schneller als Filmvorschläge bei Netflix: Mehrstimmig erklimmt er ungesichert Tonleitern, swingt sich keck mit mitreissendem Rhythmus von Musikstil zu Musikstil und beschert seinem Publikum glänzende Augen, erleuchtete Ohren und Berge von bester Unterhaltung!
Ein feinsinniger Poet und donnernder Vokalist, dessen phänomen
Der Journalist Emanuel Goldfarb wird gebeten, vor einer Schulklasse Fragen zum Judentum zu beantworten. Warum sollte er das tun? Die Formulierung seiner Absage wird zur wütenden Auseinandersetzung mit ...
Der Journalist Emanuel Goldfarb wird gebeten, vor einer Schulklasse Fragen zum Judentum zu beantworten. Warum sollte er das tun? Die Formulierung seiner Absage wird zur wütenden Auseinandersetzung mit den Schwierigkeiten im deutsch-jüdischen Verhältnis. Sein Nachdenken über Antisemitismus und falsches Mitgefühl, führt ihn schliesslich zu seiner eigenen Geschichte und der seiner Familie.
Ein kluger und zugleich provozierender Monolog von grosser Aktualität.
WIR ERBEN erzählt von einer Familie, in der persönliche Beziehungen, Ideale und die Realität der Landwirtschaft untrennbar miteinander verbunden sind. Die Gespräche und Konflikte machen deutlich, wie ...
WIR ERBEN erzählt von einer Familie, in der persönliche Beziehungen, Ideale und die Realität der Landwirtschaft untrennbar miteinander verbunden sind. Die Gespräche und Konflikte machen deutlich, wie groß die unsichtbaren Lasten sind: Erwartungen, Vorstellungen, der unausgesprochene Druck zwischen den Generationen. Mit feinem Humor und schonungsloser Ehrlichkeit wird die Hofübergabe zum Spiegel zentraler Fragen: Was bedeutet Verantwortung? Wie viel Freiheit lässt ein Erbe? Und wie fair ist Vererben in einer Zeit, in der Besitz ungleich verteilt ist?
WIR ERBEN wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem in Locarno (2024), beim DOK.fest München (2025) und mit dem Schweizer Filmpreis (2025).
Die Galerie Stahlberger in Weil am Rhein zeigt Werke der Schweizer Künstlerin Rosa Lachenmeier und von Keummi Paik-Bauermeister. Zur Vernissage spricht Frau Susanne Graner, Heat off Collection bei VITRA. ...
Die Galerie Stahlberger in Weil am Rhein zeigt Werke der Schweizer Künstlerin Rosa Lachenmeier und von Keummi Paik-Bauermeister. Zur Vernissage spricht Frau Susanne Graner, Heat off Collection bei VITRA.
Das Museum Kurhaus Kleve (MKK) und Residence NRW* präsentieren die Ausstellung something that flees the hands. Arbeiten von sieben internationalen Künstlerinnen treten in Dialog mit Teilen der aktuellen ...
Das Museum Kurhaus Kleve (MKK) und Residence NRW* präsentieren die Ausstellung something that flees the hands. Arbeiten von sieben internationalen Künstlerinnen treten in Dialog mit Teilen der aktuellen MKK-Sammlungspräsentation.
Die Ausstellung schreibt sich damit in die bestehenden Präsentations- und Vermittlungskonventionen des MKK ein und nimmt sie zugleich zum Gegenstand ihrer eigenen Fragestellung.
Das gleißende Licht einer Leuchtturmlinse inmitten der pazifischen Tiefsee, gigantische Gletscherlandschaften unter Wasser und Taucher*innen, die in den Wasserhöhlen der mexikanischen Cenoten hinabsinken ...
Das gleißende Licht einer Leuchtturmlinse inmitten der pazifischen Tiefsee, gigantische Gletscherlandschaften unter Wasser und Taucher*innen, die in den Wasserhöhlen der mexikanischen Cenoten hinabsinken – die Einzelausstellung Midnight Zone des französisch-schweizerischen Künstlers Julian Charrière (*1987) präsentiert in der großen Ausstellungshalle des Kunstmuseum Wolfsburg eine faszinierende Auseinandersetzung mit der geheimnisvollen Welt des Wassers.
Die Kunsthalle Münster und Residence NRW* präsentieren in der Stadthausgalerie in Münster 'hell is other people (if you're lucky)'. Die Ausstellung versteht Öffentlichkeit als ein affektives Feld, das ...
Die Kunsthalle Münster und Residence NRW* präsentieren in der Stadthausgalerie in Münster 'hell is other people (if you're lucky)'. Die Ausstellung versteht Öffentlichkeit als ein affektives Feld, das durch Begegnungen, Reibungen und Aushandlungen fortwährend neu entsteht.
Eine Fotoausstellung aus Anlass des 40. Jahrestages der Nuklearkatastrophe vom 26. April 1986 mit Beteiligung des Schweizer Fotografen Marcel Rickli
Der Reaktorunfall von Tschernobyl erschütterte 1986 ...
Eine Fotoausstellung aus Anlass des 40. Jahrestages der Nuklearkatastrophe vom 26. April 1986 mit Beteiligung des Schweizer Fotografen Marcel Rickli
Der Reaktorunfall von Tschernobyl erschütterte 1986 die Welt. Eine in die Atmosphäre hinausgeschleuderte radioaktive Wolke zog über ganz Europa hinweg. Mit besonderem Augenmerk auf die Natur, die sich die von Menschen verlassene Sperrzone seither zurückerobert, durchstreiften Künstlerinnen und Künstler das Gebiet.
Den Schweizer Fotografen Marcel Rickli beschäftigt noch viel mehr die brisante Frage nach zukünftigen Endlagern.
Ja, wir sollten über eine der bedeutendsten europäischen Schauspielerinnen reden, die es bis nach Hollywood schaffte und internationalen Glamour auf das Nachkriegsdeutschland streute.
Sie war eine » ...
Ja, wir sollten über eine der bedeutendsten europäischen Schauspielerinnen reden, die es bis nach Hollywood schaffte und internationalen Glamour auf das Nachkriegsdeutschland streute.
Sie war eine »Jahrhundertfrau« und ihrer Zeit voraus: Maria Schell.
Marie Theres Relin lädt zu einer Zeitreise ein, lässt ihre Mutter in Texten samt rasantem »Who is Who« zu Wort kommen, und zoomt mit frischem Blick auf diese außergewöhnliche Frau. Dabei fällt auf, dass sich die Geschichte oft wiederholt und wir eben dabei sind, durch »alte weiße Männer« lieb gewonnene Freiheiten und Frieden erneut zu verlieren.
Buchpremiere ist am 28.11.2025 im Kultwerk in Bad Endorf.
Ja, wir sollten über eine der bedeutendsten europäischen Schauspielerinnen reden, die es bis nach Hollywood schaffte und internationalen Glamour auf das Nachkriegsdeutschland streute.
Sie war eine » ...
Ja, wir sollten über eine der bedeutendsten europäischen Schauspielerinnen reden, die es bis nach Hollywood schaffte und internationalen Glamour auf das Nachkriegsdeutschland streute.
Sie war eine »Jahrhundertfrau« und ihrer Zeit voraus: Maria Schell.
Marie Theres Relin lädt zu einer Zeitreise ein, lässt ihre Mutter in Texten samt rasantem „Who is Who“ zu Wort kommen, und zoomt mit frischem Blick auf diese außergewöhnliche Frau. Dabei fällt auf, dass sich die Geschichte oft wiederholt und wir eben dabei sind, durch »alte weiße Männer« lieb gewonnene Freiheiten und Frieden erneut zu verlieren.
Die Hörbuchpremiere findet am 28.11.2025 im Kultwerk in Bad Endorf statt.