Was haben Häutungen bei Insekten und grossflächig wachsende Baumpilze gemein? Sie folgen einem klaren Prozess, rauschhaft und zugleich fragil. Alle Werke des Abends nehmen Bezug auf solche Verwandlungen – besonders die Aufführung von «Eleusis» von Stefan Wirth, die die geheimnisvollen Mysterien des antiken Eleusis-Mythos aufruft. Wie bei Baummyzelien, die ein riesiges Pilznetzwerk bilden können, verteilt sich das Orchester im ganzen Raum. Der in Luzern lehrende Schweizer spricht von einer «rituellen Handlung». Ein trancehafter Zustand ist ausdrücklich erwünscht. Die weiteren Werke, die aufgeführt werden, stammen von Clara Iannotta, Gérard Grisey und Beat Furrer.

Pro Helvetia