16. Juli

„Eine Geschichte ist dann zu Ende gedacht, wenn sie ihre schlimmstmögliche Wendung genommen hat“, schrieb Dürrenmatt. Genau das versucht der geniale Physiker Möbius zu verhindern. Er hat ein „System ...

„Eine Geschichte ist dann zu Ende gedacht, wenn sie ihre schlimmstmögliche Wendung genommen hat“, schrieb Dürrenmatt. Genau das versucht der geniale Physiker Möbius zu verhindern. Er hat ein „System aller möglichen Erfindungen“ erdacht und ahnt, welcher Schaden angerichtet werden könnte, wenn seine Erkenntnisse in die falschen Hände gelangen. Der einzig logische Schluss aus seiner Sicht: Er kehrt Karriere und Wissenschaft den Rücken, indem er vortäuscht, dem Wahn verfallen zu sein. Was Möbius nicht vorhersieht, ist, dass Geheimagenten zweier verfeindeter Staaten seinem Plan auf die Schliche gekommen sind und ihn samt seinen Entdeckungen in ihre Macht bringen wollen. Und das ist noch längst nicht das grösste Problem …

Mit seiner schwarzen Komödie hat Friedrich Dürrenmatt 1961 einen Klassiker der deutschsprachigen Dramatik geschrieben, der sich bis heute bei Theatern und Publikum grösster Beliebtheit erfreut. Vermutlich, weil seine Fragen in den vergangenen Jahrzehnten nur drängender geworden sind: Wie verhalten sich Macht, Freiheit und Verantwortung zueinander? Wem gehört das Wissen? Wer steuert die Nutzung? Wer verantwortet die Folgen? Und wer kann die Folgen überhaupt absehen?

Dürrenmatt schrieb auch: „Der Inhalt der Physik geht die Physiker an, die Auswirkung alle Menschen. Was alle angeht, können nur alle lösen.“ In diesem Sinne stellt das Team um Regisseur Martin Kindervater auf der INSEL-Bühne die Fragen neu und fordert das junge Publikum mit dieser rasanten Komödie auf, sich unter den Bedingungen der eigenen Gegenwart an der Lösung zu versuchen – denn die jungen Generationen sind die, die sich ein Aufschieben der Antworten nicht mehr leisten können werden.

Ab 13 Jahren

© Foto: Arno Kohlem
Matthias Pieper, Nico Herzig, Hadeer Hando in Die Physiker, Badisches Staatstheater Karlsruhe
16.07.2026
11:00
Badisches Staatstheater Karlsruhe Hermann-Levi-Platz 1 76137 Karlsruhe

Die Ausstellung „Then leave the ornamentation of it to nature“ des Künstlers Jürgen Beck untersucht wie Fotografie Architekturen sichtbar machen kann und hinterfragt unser Verständnis von Raum und Bild. ...

Die Ausstellung „Then leave the ornamentation of it to nature“ des Künstlers Jürgen Beck untersucht wie Fotografie Architekturen sichtbar machen kann und hinterfragt unser Verständnis von Raum und Bild.
Den Ausgangspunkt seiner Arbeiten bildet die ikonische Architektur der Bauhausbauten in Dessau. Die gezeigten Fotografien entstanden während Becks Aufenthalt als Artist in Residence der Stiftung Bauhaus Dessau im Jahr 2025. Sie verorten das Bauhaus Ensemble in vielfältigen Perspektiven und räumlichen Relationen innerhalb seines städtischen, landschaftlichen und kulturellen Gefüges. Der Künstler entwickelt eine Bildsprache der Annäherung und Intimität.

bis 10.01.2027
Meisterhäuser Ebertallee 59 – 71 06846 Dessau

Blinkende Lichtsignale, Spiegel und lose Kabel: Die kinetischen Skulpturen von Peter Fischli erinnern an Ampelanlagen oder Bühnenelemente. Aus einfachen Materialien gefertigt und grau überzogen, verweisen ...

Blinkende Lichtsignale, Spiegel und lose Kabel: Die kinetischen Skulpturen von Peter Fischli erinnern an Ampelanlagen oder Bühnenelemente. Aus einfachen Materialien gefertigt und grau überzogen, verweisen sie auf Ordnung, Wahrnehmung und Transzendenz, bleiben jedoch offen in ihrer Deutung. Im Raum entsteht ein schwer fassbarer Rhythmus aus Licht und Klang. Seit über vier Jahrzehnten prägt er die Gegenwartskunst. Bekannt wurde er durch die Zusammenarbeit mit David Weiss, die mit dessen Tod 2012 endete. Heute reflektiert er die Ästhetik des Alltäglichen und verschiebt die Grenzen zwischen Kunst und Leben. Das Fridericianum zeigt seine erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland.

Pro Helvetia
© Peter Fischli, LUMA Arles, 2025. Photo / Foto: Joana Luz © Victor&Simon
Peter Fischli, LUMA Arles, 2025. Photo / Foto: Joana Luz © Victor&Simon
bis 13.09.2026
Museum Fridericianum Friedrichsplatz 18 34117 Kassel

Die aus Vorarlberg stammende Künstlerfamilie Mosbrugger ist von 1795 bis zum Tod des letzten Malers, Joseph, 1869 am Bodensee, in den angrenzenden Landschaften und im Schweizer Umland tätig. Ihr Werk ...

Die aus Vorarlberg stammende Künstlerfamilie Mosbrugger ist von 1795 bis zum Tod des letzten Malers, Joseph, 1869 am Bodensee, in den angrenzenden Landschaften und im Schweizer Umland tätig. Ihr Werk umfasst eindrucksvolle, tief psychologisch gestaltete Porträts, repräsentative Familienbilder, geistliche Motive, Landschaftsmalerei und Genredarstellungen.

Ihre Zeit ist geprägt von kriegerischen Unruhen, Hungersnöten, politischem, wirtschaftlichem und kulturellem Aufbruch, von der Revolution 1848/49 und von der langen Phase der Reaktion mit ersten Aufbrüchen in die moderne Welt bis fast zur Reichsgründung von 1871.

Die Ausstellung zeigt in bedeutenden Leihgaben und aus der grossen eigenen Sammlung das weitgespannte Schaffen der drei bemerkenswerten Künstler Wendelin, Friedrich und Joseph Mosbrugger und ihres Umfeldes: Zum Vergleich werden auch Werke einiger Zeitgenossinnen und Zeitgenossen aus der Bodenseeregion und darüber hinaus dem bildnerischen Schaffen der Mosbruggers gegenübergestellt.

So entsteht das faszinierende Bild einer Epoche, die von Stillstand, rückwärtsgewandter Romantik und politischem, kulturellen und ökonomischen Aufbruch gleichermassen geprägt war.

Durch die grenznahe Lage der Stadt Konstanz ist die Schweiz in vielen der ausgestellten Kunstwerke präsent.

© Rosgartenmuseum Konstanz
Plakat zur Ausstellung Die Mosbruggers. Eine Künstlerfamilie am Bodensee
bis 10.01.2027
Rosgartenmuseum Rosgartenstr. 3-5 78462 Konstanz

Marguerite Hersberger hat in den vergangenen Jahrzehnten ein einzigartiges konstruktives Œuvre von großer atmosphärischer Sinnlichkeit entwickelt. Die Ausstellung bietet mit rund 50 Wandobjekten und ...

Marguerite Hersberger hat in den vergangenen Jahrzehnten ein einzigartiges konstruktives Œuvre von großer atmosphärischer Sinnlichkeit entwickelt. Die Ausstellung bietet mit rund 50 Wandobjekten und einigen Plastiken einen vielfältigen Einblick in Marguerite Hersbergers freie künstlerische Arbeit von den späten 1960er-Jahren bis heute. Ein besonderes Highlight der Schau ist eine monumentale Wandinstallation, mit der die Künstlerin das Foyer des Museums eindrucksvoll bespielt.

Pro Helvetia
© Künstlerin, Foto: Galerie Samuelis Baumgarte
Verschattete Zonen Nr. 201, 2010
bis 27.09.2026
Museum Ritter Alfred-Ritter-Str. 27 71111 Waldenbuch

Eine Generation, unzählige Perspektiven: Die Ausstellung präsentiert Werke von über 40 Fotograf*innen aus 25 Ländern, die mehrheitlich der Generation Z angehören und zwischen 1995 und 2010 geboren sind. ...

Eine Generation, unzählige Perspektiven: Die Ausstellung präsentiert Werke von über 40 Fotograf*innen aus 25 Ländern, die mehrheitlich der Generation Z angehören und zwischen 1995 und 2010 geboren sind. Sie erzählen von Erfahrungen einer Generation, die durch digitale Welten, gesellschaftliche Umbrüchen und globale Krisen geprägt ist.
Mit unterschiedlichen Bildsprachen setzen sich die jungen Künstler* innen mit Aspekten von Identität, Zugehörigkeit, Körper und Gender auseinander. 

Erstmals in Deutschland von Fotografie Forum Frankfurt präsentiert, und ursprünglich organisiert und produziert von Photo Elysée in Lausanne.

Pro Helvetia
© Ausstellungsposter mit Bildmotiv: © Daniel Obasi, 2026
Daniel Obasi, Untitled, 2022, aus der Serie »Beautiful Resistance«
bis 30.08.2026
11:00-18:00
Fotografie Forum Frankfurt FFF Braubachstr. 30–32 60311 Frankfurt

Am 30. April um 19 Uhr eröffnet die Stadtgalerie Saarbrücken die Ausstellung LOST SISTER von Akosua Viktoria Adu-Sanyah. Sie wird vom 1. Mai bis zum 30. August 2026 zu sehen sein.
Die deutsch-ghanaische ...

Am 30. April um 19 Uhr eröffnet die Stadtgalerie Saarbrücken die Ausstellung LOST SISTER von Akosua Viktoria Adu-Sanyah. Sie wird vom 1. Mai bis zum 30. August 2026 zu sehen sein.
Die deutsch-ghanaische Künstlerin Akosua Viktoria Adu-Sanyah ist bekannt dafür die Grenzen der Fotografie zu erweitern. Saarbrücken markiert eine biografische Zäsur der Künstlerin, an der Malerei einst von ihr ausgesetzt wurde. Mit LOST SISTER tritt sie erneut in Erscheinung – als gegenwärtige Praxis. In der Ausstellung LOST SISTER versammelt sie neue großformatige Malereien, in denen Figur und Raum in instabilen Beziehungen zueinanderstehen. Malerei erscheint hier als strukturelles Verfahren.

Pro Helvetia
© Hannes Brischke - Banner zur Ausstellung LOST SISTER von Akosua Viktoria Adu-Sanyah
bis 30.08.2026
Stadtgalerie St. Johanner Markt 24 66111 Saarbrücken

Die Ausstellung «Form als Methode – Adolf Hölzel und Camille Graeser» widmet sich dem Werk des Hölzel-Schülers Camille Graeser und dessen künstlerischer Entwicklung zwischen angewandter Gestaltung und ...

Die Ausstellung «Form als Methode – Adolf Hölzel und Camille Graeser» widmet sich dem Werk des Hölzel-Schülers Camille Graeser und dessen künstlerischer Entwicklung zwischen angewandter Gestaltung und konkreter Malerei. Nach seinem Studium an der Königlichen Kunstgewerbeschule in Stuttgart gründete Graeser zunächst ein Büro für Inneneinrichtung, Graphik und Produktgestaltung. Er wurde Mitglied des Deutschen Werkbundes und beteiligte sich regelmässig an dessen Ausstellungen. So auch 1927 an der Ausstellung «Unsere Wohnung» auf dem Weissenhof, als er mit der Gestaltung einer Musterwohnung im Wohnblock von Ludwig Mies van der Rohe beauftragt wurde. Seitdem bewegte sich Graeser, der auch verschiedene wegweisende Artikel publizierte, im Umfeld der avantgardistischen Architektur- und Gestaltungsdiskurse der Zeit.

Erst nach seiner Übersiedlung nach Zürich im Jahr 1937 wandte sich Graeser zunehmend der freien Kunst zu und entwickelte jene konstruktiv-konkrete Bildsprache, für die er heute bekannt ist. Die Ausstellung verfolgt diese Entwicklung anhand ausgewählter Werkgruppen und macht zugleich die nachhaltige Prägung durch Adolf Hölzels kunsttheoretische Lehre sichtbar.

Der Titel «Form als Methode» verweist auf Hölzels grundlegende Auffassung von Kunst als einem aus den Elementen Form, Farbe und Linie aufgebauten Ordnungsgefüge. In Graesers Werk lässt sich nachvollziehen, wie diese von Hölzel entwickelte formanalytische Denkweise durch ihn in eine konsequente Hinwendung zur konkreten Kunst überführt wird.

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der Camille Graeser Stiftung Zürich.

© Adolf Hölzel Stiftung
Hölzel-Haus Innenansicht
bis 27.09.2026
Hölzel-Haus Ahornstr. 22 70597 Stuttgart

Mit der Ausstellung «Hermann Hesse – Bereit zum Aufbruch» widmet die Kunsthalle Messmer dem Dichter und Nobelpreisträger Hermann Hesse eine aussergewöhnliche Ausstellung und zeigt ihn von einer ü ...

Mit der Ausstellung «Hermann Hesse – Bereit zum Aufbruch» widmet die Kunsthalle Messmer dem Dichter und Nobelpreisträger Hermann Hesse eine aussergewöhnliche Ausstellung und zeigt ihn von einer überraschenden Seite: als Maler.

Der meistgelesene deutschsprachige Autor des 20. Jh., bekannt durch Werke wie Der Steppenwolf, Siddhartha oder Glasperlenspiel, nutzte die Malerei als kreativen Gegenpol zum Schreiben und als Mittel, persönliche Eindrücke zu verarbeiten.

Die Ausstellung versammelt mehr als 130 Werke – von leuchtenden Aquarellen und Tuschezeichnungen über illustrierte Gedichte und Briefe bis hin zu Typoskripten und kostbaren Erstausgaben – und zeigt, wie Hesses bildnerisches und literarisches Schaffen miteinander in Dialog tritt. Die farbenfrohen Werke spiegeln seine Liebe zur Natur, seine Sehnsucht nach Harmonie und zentrale Lebensthemen wie Aufbruch, Erneuerung und Identitätssuche wider.

Vom Beginn seiner Malerei in Bern über die inspirierende Zeit in Montagnola bis zu Einflüssen durch die alternative Gemeinschaft auf dem Monte Verità: Die Ausstellung lässt Hesse neu entdecken!

© Foto Martin Hesse © Martin Hesse Erben
Fotocollage Hermann Hesse, Bigogno, Aquarell, 1925
bis 11.10.2026
Kunsthalle Messmer Grossherzog-Leopold-Platz 1 79359 Riegel

Ja, wir sollten über eine der bedeutendsten europäischen Schauspielerinnen reden, die es bis nach Hollywood schaffte und internationalen Glamour auf das Nachkriegsdeutschland streute.

Sie war eine » ...

Ja, wir sollten über eine der bedeutendsten europäischen Schauspielerinnen reden, die es bis nach Hollywood schaffte und internationalen Glamour auf das Nachkriegsdeutschland streute.

Sie war eine »Jahrhundertfrau« und ihrer Zeit voraus: Maria Schell.

Marie Theres Relin lädt zu einer Zeitreise ein, lässt ihre Mutter in Texten samt rasantem »Who is Who« zu Wort kommen, und zoomt mit frischem Blick auf diese außergewöhnliche Frau. Dabei fällt auf, dass sich die Geschichte oft wiederholt und wir eben dabei sind, durch »alte weiße Männer« lieb gewonnene Freiheiten und Frieden erneut zu verlieren.

Buchpremiere ist am 28.11.2025 im Kultwerk in Bad Endorf.

© ©Basic Erfolgsmanagement
Cover Yes, we schell!
bis 28.11.2026
18:00-20:30
Kultwerk - Immling Winterfestival Im Gewerbegebiet 15 83093 Bad Endorf

Ja, wir sollten über eine der bedeutendsten europäischen Schauspielerinnen reden, die es bis nach Hollywood schaffte und internationalen Glamour auf das Nachkriegsdeutschland streute.

Sie war eine » ...

Ja, wir sollten über eine der bedeutendsten europäischen Schauspielerinnen reden, die es bis nach Hollywood schaffte und internationalen Glamour auf das Nachkriegsdeutschland streute.

Sie war eine »Jahrhundertfrau« und ihrer Zeit voraus: Maria Schell.

Marie Theres Relin lädt zu einer Zeitreise ein, lässt ihre Mutter in Texten samt rasantem „Who is Who“ zu Wort kommen, und zoomt mit frischem Blick auf diese außergewöhnliche Frau. Dabei fällt auf, dass sich die Geschichte oft wiederholt und wir eben dabei sind, durch »alte weiße Männer« lieb gewonnene Freiheiten und Frieden erneut zu verlieren.

Die Hörbuchpremiere findet am 28.11.2025 im Kultwerk in Bad Endorf statt.

© ©cc-live
Cover CD Yes, we schell!
bis 28.11.2026
18:00-20:30
Kultwerk - Immling Winterfestival Im Gewerbegebiet 15 83093 Bad Endorf